Minerva - Schauer & Böhm

Minerva - Schauer & Böhm

  • Produktionsort:
    • 1908: Kronprinzstraße 60 (heute Kurt-Eisner-Straße), Leipzig
    • ab 1909: Elisenstraße 80 (heute Bernhard-Göring-Straße), Leipzig

  • Gründung: ca. 1908

Beschreibung

Die komplette Bezeichnung der Firma war eigentlich „Minerva - Fabrik automatischer & mechanischer Werke, Schauer & Böhm". Sie wurde 1908 in Leipzig gegründet und befand sich zunächst in der Kronprinzstraße 60 (heute Kurt-Eisner-Straße) und zog 1909 um in die benachbarte Elisenstraße 80 (heute Bernhard-Göring-Straße).
Dort befanden sich die Produktionsräume in einem Fabrikgebäude im Hinterhof.

Mitte des Jahres 1910 wurde die Firma wieder aufgelöst. Die Gründe dürften auch hier die zahlreichen Verbote der damaligen Geldspielautomaten sein. In der „Zeitschrift für Instrumentenbau" vom Oktober 1910 heißt es kurz und knapp:

„Die Firma Minerva, Fabrik automatischer und mechanischer Werke Schauer & Böhm in Leipzig ist laut handelsgerichtlicher Eintragung aufgelöst und erloschen."


In das Gebäude zog nach der Auflösung die Rheinwald Maßstabfabrik.

Gründer und Inhaber der Firma waren der Kaufmann Siegfried Schauer und der Mechaniker Alfred Böhm. Die Zusammensetzung aus Kaufmann und Mechaniker schien ein beliebtes „Rezept" gewesen zu sein, wie auch „Jentzsch & Meerz" zeigt.
Siegfried Schauer schien kurz vor Gründung erst nach Leipzig gekommen zu sein. Nach dem Ende der Firma ist er auch nicht mehr im Leipziger Adressbuch verzeichnet, während Böhm noch bis in den Zweiten Weltkrieg hinein als Mechaniker arbeitete und 1949 schließlich nach dem Krieg als Rentner aufgeführt ist.

„Schauer & Böhm" produzierte eine ganze Reihe von Spielautomaten in den Jahren 1908-1909. Dazu zählt die Minerva-Reihe. Diese umfasste mindestens sieben verschiedene Modelle, in der Regel Fingerschlag- und Münzschleuderautomaten. Es gibt einige Gebrauchsmuster, die auf Schauer & Böhm eingetragen sind. Unter anderem für Fingerschlagautomaten und Elektrisierer.
Die Firma nutzte eine Schutzmarke (Logo) für ihre Automaten, welche teilweise auch auf der Spielfläche aufgedruckt war. Im unteren Teil kann man auch das Kürzel „SuB" erkennen.


Inhaber

Siegfried Schauer

Schauer war Kaufmann und wohnte scheinbar nur während des Bestehens der Firma von 1908-1910 in Leipzig in der Dufourstr. 36.

Alfred Böhm

Böhm war ein Leipziger Mechaniker. Er arbeitete nach der Schließung der Firma weiterhin als Mechaniker und ging nach dem 2. Weltkrieg in Rente.


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